Verlagsgruppe Oetinger

„Exit Sugartown“ von Martin Petersen mit dem Heinrich-Wolgast-Preis 2017 ausgezeichnet
06.November 2017

Heinrich-Wolgast-Preis für "Exit Sugartown" von Martin Petersen

Martin Petersen erhält für sein Jugendbuch "Exit Sugartown", erschienen im Dressler Verlag, den Heinrich-Wolgast-Preis 2017 der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) in der GEW. Der mit 2.000 € dotierte Preis zeichnet im zweijährigen Turnus Kinder- und Jugendbücher aus, die sich in besonderer Weise der Darstellung von Arbeitswelten in der Kinder- und Jugendliteratur verpflichtet haben.

 

Die offizielle Preisverleihung findet am 02.03.2018 um 18:30 Uhr in der Zentralbibliothek Hamburg (Hühnerposten 1, Hamburg) statt.

 

Aus der Begründung der Jury

Die siebzehnjährige Dawn hat genug von der aufzehrenden, aber letztlich ertraglosen Arbeit und dem ärmlichen Leben in Sugartown. In der Hoffnung auf ein einträglicheres Einkommen und ein besseres Leben in City, einer reichen Stadt jenseits des Meeres, legt sie ihr Schicksal schließlich in die Hände von Fluchthelfern, die ihr einträgliches Geschäft freilich nicht aus reiner Menschenliebe betreiben. Es folgt eine Reise voller Strapazen und Gefahren, in der natürliche wie auch von Menschen geschaffene Grenzen und Hindernisse überwunden werden müssen. Endlich in City angekommen, wird ihr Traum, sich und ihrer Familie durch eine menschenwürdige Arbeit eine gesicherte Existenz zu ermöglichen, jedoch auf eine harte Probe gestellt.

EXIT SUGARTOWN ist engagierte Jugendliteratur im besten Sinne: Ganz ohne Pathos, Moralisierung, platte Schuldzuweisung und stereotype Feindbilder, direkt, unmittelbar und schonungslos. Martin Petersen nutzt für seine Geschichte einen lakonisch-nüchternen, fast journalistisch präzisen Erzählton, den er seiner Protagonistin in den Mund legt. Dabei wirkt die Erzählweise weder neutral noch unbeteiligt. „Gerade wegen seiner Sachlichkeit berührt und schockiert dieses Jugendbuch zutiefst. Anhand eines individuellen Schicksals macht es auf zentrale und skandalöse gesellschaftliche Missstände aufmerksam, die strukturelle Ursachen haben und einer dringenden Lösung bedürfen“, so Mario Zehe, Vorsitzender der Jury.

 

Über den Autor

Martin Petersen wurde 1950 in Kopenhagen geboren, arbeitete lange Zeit als Lehrer und in der Kinder- und Jugendhilfe. Seit 1989 ist er außerdem als Schriftsteller tätig und hat seitdem elf Romane für Kinder und Jugendliche veröffentlicht.

 

Über die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und -medien

Die AJuM sichtet und prüft Kinder- und Jugendliteratur und -medien unter dem Gesichtspunkt der Verwendbarkeit in pädagogischen Arbeitsfeldern. Die Ergebnisse dieser von mehr als 500 Pädagoginnen und Pädagogen aus allen Bundesländern getragenen Arbeit fließt unmittelbar in die pädagogische Praxis ein, außerdem in die direkte Beratung von Kindern, Eltern, Lehrkräften, Erziehern sowie in Fortbildungsveranstaltungen und in zahlreiche Publikationen. Die AJuM arbeitet bundesweit und ist Teil der (Bildungs-) Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft  (GEW).

Weitere Informationen: www.ajum.de